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Berliner Tabelle für die Zeit vom 1. Juli 2001 bis 31. Dezember 2001

 als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle:

Aus gegebenen Anlass weisen wir daraufhin, dass es sich vorliegend um keine Internet-Seite des KG Berlin handelt!


Die Tabelle geht aus von den in Art. 1 § 2 der Zweiten Verordnung zur Änderung der Regelbetrag-Verordnung vom 08.05.2001 festgesetzten DM-Regelbeträgen ab 1. Juli 2001 für das in Art. 3 des Einigungsvertrages genannte Gebiet (BGBl 2001 I 842) und nennt in Ergänzung der Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.07.2001) die monatlichen Unterhaltsrichtsätze der im Beitrittsteil des Landes Berlin wohnenden unverheirateten Kinder, deren Unterhaltsschuldner gegenüber insgesamt drei Personen (einem Ehegatten und zwei Kindern) unterhaltspflichtig ist und ebenfalls im Beitrittsteil wohnt.

Die Vomhundertsätze Ost ab Gruppe b) sind gemäß § 1612a II S. 1 BGB zu errechnen (z.B. 495 DM: 340 DM = 145,5%). Die 135%-Grenze Ost für die Kindergeldanrechnung nach § 1612b V BGB beträgt in den drei Altersstufen 459 DM bzw. 555 DM bzw. 658 DM. Die 150 %-Grenze Ost für das Vereinfachte Verfahren (§ 645 I ZPO) beläuft sich in den drei Altersstufen auf 510 DM bzw. 617 DM bzw. 731 DM.

Altersstufen in Jahren
(Der Regelbetrag einer höheren
Altersstufe ist ab dem Beginn
des Monats maßgebend, in den
der 6. bzw. 12. Geburtstag fällt.)

0–5
(Geburt bis
6. Geburtstag)

6–11
(6. bis 12.
Geburtstag)

12–17 [–20*]
(12. bis 18. Geburtstag)
* [18. bis 21. Geburtstag, wenn noch in der allg. Schulausbildung und im Elternhaushalt lebend]

Vom-
hundert-
satz
Ost

Vom-
hundert-
satz
West

Nettoeinkommen des
Barunterhaltspflichtigen

Alle Beträge in DM - in Klammern Euro!

(zur Umrechnung in Euro ab 01.01.2002 dividieren durch 1,95583)

Gruppe

a)

bis 1950

340 (174)

411 (211)

487 (249)

100

 

b)

1950–2250

353 (181)

428 (220)

506 (259)

 

 

 

ab 2250

wie Düsseldorfer Tabelle (aber ohne 4. Altersstufe und ohne Bedarfskontrollbetrag)

Gruppe

1

bis 2550

366

444

525

 

100

2

2550–2940

392

476

562

 

107

3

2940–3330

418

507

599

 

114

4

3330–3720

443

538

636

 

121

5

3720–4110

469

569

672

 

128

6

4110–4500

495

600

709

   

135

7

4500–4890

520

631

746

   

142

8

4890–5480

549

666

788

   

150

9

5480–6260

586

711

840

  

160

10

6260–7040

623

755

893

  

170

11

7040–7820

659

800

945

  

180

12

7820–8610

696

844

998

  

190

13

8610–9400

732

888

1050

 

200

 

über 9400

nach den Umständen des Falles

Anmerkungen zur Berliner Tabelle:

I. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber minderjährigen (West) Kindern und gleichgestellten volljährigen Schülern (s. o.*)
1.wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.515 DM (1.640 DM)
2.wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 1.315 DM (1.425 DM)

II. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber volljährigen Kindern
1.wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.810 DM (1.960 DM)
2.wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 1.610 DM (1.740 DM)

III. Der monatliche Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen beträgt gegenüber dem getrennt lebenden und dem geschiedenen Ehegatten
1.wenn der Unterhaltspflichtige erwerbstätig ist: 1.715 DM (1.850 DM)
2.wenn der Unterhaltspflichtige nicht erwerbstätig ist: 1.515 DM (1.640 DM)

IV. Der angemessene Bedarf (samt Wohnbedarfs und üblicher berufsbedingter Aufwendungen, aber ohne Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung) eines volljährigen Kindes, welches nicht gemäß § 1603 II S. 2 BGB gleichgestellt ist, beträgt in der Regel monatlich: 1.085 DM (1.175 DM)

V. Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber seinen Eltern beträgt mindestens monatlich: 2.265 DM (2.450 DM).

VI. Der angemessene Selbstbehalt des Unterhaltspflichtigen gegenüber der Mutter oder dem Vater (§ 1615 l BGB) beträgt mindestens monatlich: 1.810 DM (1.960 DM)


Die Berliner Tabelle als Vortabelle zur Düsseldorfer Tabelle ist anzuwenden, wenn sowohl der Unterhaltsgläubiger als auch der Unterhaltsschuldner im Beitrittsgebiet wohnen. Sie ist nur differenziert anzuwenden in den sog. Ost-West-Fällen, in denen nicht alle Beteiligten im Beitrittsgebiet wohnen. In diesen Mischfällen ist wegen der Regelbeträge der Kinder nach Gruppe a oder Gruppe 1 und wegen des Bedarfs laut Anmerkung IV auf den Kindeswohnsitz und wegen des Selbstbehalts des Unterhaltspflichtigen auf dessen Wohnsitz abzustellen. Die Bestimmung eines höheren Unterhaltsbedarfs des Kindes richtet sich – ohne einen Abschlag von den Sätzen der Tabelle – nach den allgemeinen Grundsätzen. Der besseren Übersicht halber sind oben in Klammern die West-Beträge der Düsseldorfer Tabelle bzw. bei den Anmerkungen II und III die West-Beträge des Kammergerichts genannt.

Die grundsätzlich hälftige Anrechnung von Kindergeld auf den Tabellenunterhalt erfolgt nur noch insoweit, als das hälftige Kindergeld zusammen mit dem geschuldeten Tabellenbedarfsbetrag der Düsseldorfer Tabelle [DT] bzw. der Berliner Tabelle [BT] den jeweils geltenden 135 %igen Regelbetrag (das Barexistenzminimum des minderjährigen Kindes) übersteigt (§ 1612b I und V BGB). Der Kindergeldabzug kann für die Zeit vom 1. 7. 2001 bis 31. 12. 2001 mit folgender Formel berechnet werden:

Hälftiges Kindergeld (135 DM für das 1. und 2. Kind, 150 DM für das 3. Kind, 175 DM für das 4. und jedes weitere Kind) + Unterhaltsbedarfsbetrag – 135 %iger Regelbetrag West bzw. Ost (nach dem Wohnsitz des Kindes und seiner Altersstufe) = anzurechnendes Kindergeld (bei einem Negativsaldo entfällt die Anrechnung).

Daraus ergibt sich als Anlage zur Berliner Tabelle die folgende Kindergeldabzugstabelle (Tabellenbedarfsbetrag – Kindergeldabzug = Zahlbetrag) für das alte Bundesgebiet bis zur Gruppe 6 der DT (135 %-Grenze West):

Kind

Gruppe der DT

1. Altersstufe

2. Altersstufe

3. Altersstufe

1. und 2. Kind

1 [bis 2550]

366 – 6 = 360

444 – 0 = 444

525 – 0 = 525

3. Kind

1

366 – 21 = 345

444 – 0 = 444

525 – 0 = 525

ab 4. Kind

1

366 – 46 = 320

444 – 19 = 425

525 – 0 = 525

1. und 2. Kind

2 [2550–2940]

392 – 32 = 360

476 – 11 = 465

562 – 0 = 562

3. Kind

2

392 – 47 = 345

476 – 26 = 450

562 – 3 = 559

ab 4. Kind

2

392 – 72 = 320

476 – 51 = 425

562 – 28 = 534

1. und 2. Kind

3 [2940–3330]

418 – 58 = 360

507 – 42 = 465

599 – 25 = 574

3. Kind

3

418 – 73 = 345

507 – 57 = 450

599 – 40 = 559

ab 4. Kind

3

418 – 98 = 320

507 – 82 = 425

599 – 65 = 534

1. und 2. Kind

4 [3330–3720]

443 – 83 = 360

538 – 73 = 465

636 – 62 = 574

3. Kind

4

443 – 98 = 345

538 – 88 = 450

636 – 77 = 559

ab 4. Kind

4

443 – 123 = 320

538 – 113 = 425

636 – 102 = 534

1. und 2. Kind

5 [3720–4110]

469 – 109 = 360

569 – 104 = 465

672 – 98 = 574

3. Kind

5

469 – 124 = 345

569 – 119 = 450

672 – 113 = 559

ab 4. Kind

5

469 – 149 = 320

569 – 144 = 425

672 – 138 = 534

1. und 2. Kind

6 [4110–4500]

495 – 135 = 360

600 – 135 = 465

709 – 135 = 574

3. Kind

6

495 – 150 = 345

600 – 150 = 450

709 – 150 = 559

ab 4. Kind

6

495 – 175 = 320

600 – 175 = 425

709 – 175 = 534

 

Die Kindergeldabzugstabelle für das Beitrittsgebiet bis zur 135 %-Grenze Ost als Anlage zur Berliner Tabelle ist:

Kind

Gruppe der BT

1. Altersstufe

2. Altersstufe

3. Altersstufe

1. und 2. Kind

a) [bis 1950]

340 – 16 = 324

411 – 0 = 411

487 – 0 = 487

3. Kind

a)

340 – 31 = 309

411 – 6 = 405

487 – 0 = 487

ab 4. Kind

a)

340 – 56 = 284

411 – 31 = 380

487 – 4 = 483

1. und 2. Kind

b) [1950–2250]

353 – 29 = 324

428 – 8 = 420

506 – 0 = 506

3. Kind

b)

353 – 44 = 309

428 – 23 = 405

506 – 0 = 506

ab 4. Kind

b)

353 – 69 = 284

428 – 48 = 380

506 – 23 = 483

1. und 2. Kind

1 [bis 2550]

366 – 42 = 324

444 – 24 = 420

525 – 2 = 523

3. Kind

1

366 – 57 = 309

444 – 39 = 405

525 – 17 = 508

ab 4. Kind

1

366 – 82 = 284

444 – 64 = 380

525 – 42 = 483

1. und 2. Kind

2 [2550–2940]

392 – 68 = 324

476 – 56 = 420

562 – 39 = 523

3. Kind

2

392 – 83 = 309

476 – 71 = 405

562 – 54 = 508

ab 4. Kind

2

392 – 108 = 284

476 – 96 = 380

562 – 79 = 483

1. und 2. Kind

3 [2940–3330]

418 – 94 = 324

507 – 87 = 420

599 – 76 = 523

3. Kind

3

418 – 109 = 309

507 – 102 = 405

599 – 91 = 508

ab 4. Kind

3

418 – 134 = 284

507 – 127 = 380

599 – 116 = 483

1. und 2. Kind

4 [3330–3720]

443 – 119 = 324

538 – 118 = 420

636 – 113 = 523

3. Kind

4

443 – 134 = 309

538 – 133 = 405

636 – 128 = 508

ab 4. Kind

4

443 – 159 = 284

538 – 158 = 380

636 – 153 = 483

1. und 2. Kind

135 %-Grenze Ost

459 – 135 = 324

555 – 135 = 420

658 – 135 = 523

3. Kind

135 %-Grenze Ost

459 – 150 = 309

555 – 150 = 405

658 – 150 = 508

ab 4. Kind

135 %-Grenze Ost

459 – 175 = 284

555 – 175 = 380

658 – 175 = 483


 

Haben Sie rechtliche Fragen, so können diese nur bei Angabe Ihrer vollständigen Anschrift (Name, Strasse, PLZ und Ort) beantwortet werden. Bei familienrechtlichen und nachbarrechtlichen Fragen, geben Sie bitte noch das jeweilige Bundesland an, in dem Sie wohnen bzw. auf das sich Ihre Frage bezieht!

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