Abgeschickt von Sebastian Girresser am 28 Juli, 2010 um 10:14:28
Guten Morgen!
Ich besitze einen BMW E36 Baujahr 1997 mit km Stand 95.000 km. Diesen besitze ich seit 2 Jahren.
Vor ca. 3 Monaten (nach 90.000km) habe ich mein Auto auf Autogas umrüsten lassen. Es handelt sich um eine Firma die sich ausschließlich auf Autogas spezalisiert hat.
Die Kosten betrugen 1900€. Habe weder einen Vertrag unterschreiben, oder eine Rechnung bisher bekommen. Habe das Geld damals bar bezahlt und habe eine Quittung bekommen. Die Rechnung habe ich angefordert, wurde aber bisher nicht überreicht, da immer die Adresse falsch war.
Erst lief die Autogas-Anlage problemlos. Musste nur wegen ein paar Rucklern in den Betrieb um die Einstellungen überprüfen zu lassen.
Zuletzt war ich dann am 29.06.10 dort um nochmal beim Wagen "gucken zu lassen". Der "Techniker" hat dann nach einigen Einstellungsversuchen festgestellt, dass der 2. Zylinder nicht arbeitet. Er bot mir an mein Auto direkt dort zu lassen, er würde sich dann darum kümmern. Da der Betrieb ca. 25km von meinem Wohnort entfernt ist und mich niemand nach Hause fahren/holen konnte, sagte der Techniker Wortlaut: "Kein Problem, dann fahren Sie mit dem Wagen und bringen ihn dann morgen vorbei. Der Zylinder läuft ja eh nicht, da können Sie nicht mehr kaputt machen!"
Mit diesem Wissen bin ich dann losgefahren (man merkt beim Fahren nicht, dass der Zylinder nicht funktioniert). Da ich mittags noch einen wichtigen Termin wahrnehmen musste bin ich mit meinem Auto nach Frankfurt gefahren ( ca. 170km). Auf der Rückfahrt ist mein Auto dann auf der Autobahn mit einem Schlag ausgegangen und ließ sich nicht mehr starten. Vom Standstreifen aus wurde ich in die nächstgelegene Werkstatt in Bad Camberg geschleppt.
Dort wurde eine oberflächliche Untersuchung durchgeführt um den genauen Fehler zu finden. Der Chef der Werkstatt kam mit schlechten Nachrichten zu mir und sagte, dass es sich um einen kapitalen Motorschaden handele (genauer Bericht liegt vor). Er sagte, dass durch falsche Einstellungen/Einbau an der Autogasanlage das Gas zu heiß verbrannt wurde und es dadurch zu diesem Schaden kam.
Dies habe ich dem Autogasbetrieb mitgeteilt. Der Umrüster kommt mir aber mittlerweile als etwas zweifelhaft rüber. Da ich nicht möchte, dass er an dem Auto rumpfuscht habe ich erstmal abgewartet bis ich den Schadensbericht aus Bad Camberg habe. In der Zwischenzeit habe ich den Wagen an meinen Wohnort geschleppt, wo er nun steht.
Ich habe gestern den Schadensbericht bekommen, den ich dem Autogasbetrieb zukommen lassen will.
Ich habe einen Brief verfasst in dem ich den Autogasbetrieb auffordere die Autogasanlage auszubauen, mir den Preis für die Anschaffung in Höhe von 1.900€ zurück zu zahlen und mein Auto wieder Instand zu setzen. Sei es durch einen Austauschmotor mit max 95.000km oder eine Reparatur des alten Motors. Dafür habe ich ihm eine Frist von einer Woche eingeräumt. Mein Wagen ist ca, 5.000km auf Autogas gefahren
Können Sie mir sagen, ob das Vorgehen so richtig ist, oder ob ich mich lieber direkt mit diesem Fall an Ihre Kanzlei wenden soll?
MfG
S. Girresser