Eine Stromrechnung, nie akzeptiert, nie bewiesen – und trotzdem landet sie bei der SCHUFA. Vor Gericht sah es düster aus: Ein konkreter Schaden durch den Eintrag war nicht nachzuweisen. Doch der BGH durchkreuzte diese Logik – und lenkt den Blick auf eine Konsequenz, die für Inkassobüros teuer werden könnte.
Ferienhaus an Agentur verpachtet, nie selbst genutzt – plötzlich eine Steuerforderung. Schuld ist ein Satz im Vertrag, der die Eigennutzung theoretisch erlaubt. Aber kann das wirklich sein?
Brennende Wälder, Hotelräumung, 48 Stunden Ungewissheit: Die Pauschalreise nach Rhodos endet in der Evakuierung. Reisende fordern 100 Prozent des Tagespreises zurück – inklusive Flugkosten. Doch wer trägt die Kosten für Mietwagen und Taxis? Das Amtsgericht München musste diese Frage klären.
Der Katalog versprach fünf Jagdtage – doch schon am ersten Morgen hieß es: Ruhetag. Und die Hirschtrophäe? Vom Veranstalter einbehalten. Was der Jäger nicht ahnte: Eine mündliche Zusage kann alle Ansprüche zunichtemachen – unabhängig davon, wer den Hirsch erlegt hat.
Poolblick mit Beton, Presslufthammer-Lärm beim Frühstück. Das Vier-Sterne-Hotel in Antalya stand noch unter Strom – allerdings nicht im Sinne funktionierender Leitungen. Dass die Reiseleitung das anders sah, machte den Pfusch erst richtig teuer.
Ein ausdrücklich renoviertes Zimmer in Punta Cana gebucht – bekommen hat er eine unrenovierte Kammer. Der Urlauber lehnte das Ersatzangebot ab. Das Gericht sprach eine Minderung zu – doch nicht für jeden Mangel, weil das Nein zu den Ausweichzimmern Konsequenzen hatte.
Business-Class gebucht, null Buchung im System: Die Reiseleiterin schickt das Paar auf eigene Kosten zum nächsten Flug. Jetzt fordern sie über 8.600 Euro, während der Veranstalter auf einen Streik verweist und sie selbst in der Pflicht sieht. Vor Gericht stellt sich die Frage: Wer trägt das Risiko bei Systemfehlern des Reiseveranstalters?
Morgens um sieben alle Liegen belegt – aber kein Gast zu sehen. Während der gesamten Woche auf Kos fanden er und seine Familie keinen Platz am Pool, weil andere Gäste mit Handtüchern reservierten. Der Reiseveranstalter bot weder Abhilfe noch Kulanz – also klagte der Urlauber auf Minderung des Reisepreises.
Wenige Gehminuten zum Strand versprochen, 1,3 Kilometer entfernt angekommen. Sie wechselte das Hotel auf eigene Kosten – und zog vor Gericht. Zählt das noch als fußläufig? Ein Chatverlauf wurde zum entscheidenden Beweis.
Gebucht: Schottland-Kreuzfahrt mit Kanal-Passage. Doch statt durch die berühmte Wasserstraße schippert das Schiff um die Insel herum – der Kanal bleibt unerreichbar. Der Veranstalter beruft sich auf höhere Gewalt und will nicht zahlen. Muss er trotzdem den Reisepreis mindern?
Sparbuch verloren, die Bank sperrt das Ersparte. Ein Aufgebotsverfahren muss das Dokument für kraftlos erklären – doch wer stellt den Antrag wo? Die örtliche Zuständigkeit ist strittig: Genügt die kontoführende Filiale als Erfüllungsort, oder ist der Hauptsitz der Bank entscheidend? Ein Fall vor dem Oberlandesgericht München zeigt, wie schnell man sich in dieser Frage täuschen […]
Ein Zins-Swap, der den Firmenkredit absichern soll, startet mit sechsstelligem Minus – die Bank informierte weder über die abweichende Laufzeit noch über den negativen Marktwert. Ein teures Versäumnis, wie eine aktuelle BGH-Entscheidung zeigt, die die Pflichten der Banken bei Swaps deutlich verschärft.
Ein versauter Urlaub ist mehr als nur ärgerlich – er ist verlorene Lebenszeit. Wenn Ihre Pauschalreise durch erhebliche Mängel scheitert, steht Ihnen neben der Preisminderung oft eine zusätzliche Geldentschädigung zu. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Ansprüche rechtssicher dokumentieren und erfolgreich gegen Reiseveranstalter durchsetzen.
Sechsstellige Verluste im Online-Casino, über ein Jahr verteilt. Ein Teil der Einsätze von zuhause, ein Teil aus Spanien und den Niederlanden. Jetzt will er das Geld zurück – doch das Gericht stellt eine ganz andere Frage.
Gasrechnung offen, Mahnung erhalten – plötzlich droht der Zählerausbau per einstweiliger Verfügung. Muss der Gaskunde dann den Techniker tatsächlich in die Wohnung lassen, nur weil ein Gericht im Eilverfahren entschieden hat? Die Antwort darauf ist weniger eindeutig, als der Versorger glauben macht.
19 Rezensionen gelöscht wegen Diffamierung. Dieses Label klebt plötzlich auf dem Profil einer Arztpraxis – sichtbar für alle Patienten. Der Inhaber zieht vor Gericht, denn der öffentliche Stempel fühlt sich an wie eine Vorverurteilung.
Termin zur Güteverhandlung verpasst – im Briefkasten liegt statt einer zweiten Chance gleich ein Ordnungsgeld des Landgerichts München II. Dabei hatte das Gericht zuvor weder über die Säumnisfolgen belehrt noch eine Verzögerung nachgewiesen. Das Oberlandesgericht München musste prüfen, ob das zulässig ist.
450 Kilometer auf dem Tacho, Erstzulassung vor drei Wochen – trotzdem kein Neuwagen? Das Saarländische Oberlandesgericht stellt klar, warum zwölf Monate Standzeit beim Händler das entscheidende Kriterium sind.
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