Wölbt sich Ihr Pflaster oder sind Abwasserrohre durch Baumwurzeln vom Nachbargrundstück zerstört? Ohne die richtige Strategie und Dokumentation riskieren Sie, trotz klarer Beeinträchtigung auf den hohen Reparaturkosten sitzen zu bleiben. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Ansprüche rechtssicher durchsetzen und teure Fehler in der Beweisführung vermeiden.
463.500 Euro für die Doppelhaushälfte, Baujahr 1951. Das Haus war tatsächlich 43 Jahre älter und stammte aus dem Jahr 1908. Der Verkäufer pochte auf die notarielle Urkunde und leitete die Zwangsvollstreckung ein – ob er damit durchkam, war die brisante Frage vor dem Landgericht Bochum.
Ein idyllisches Reetdachhaus mit Ausbaureserve für das Dachgeschoss – doch plötzlich verhindern fehlende Brandschutzabstände jedes Bauvorhaben, obwohl das Verkaufsexposé die zusätzliche Fläche fest versprochen hatte. Das Landgericht Flensburg muss nun klären, ob eine Behauptung ohne vorherige Prüfung bereits als arglistige Täuschung gilt und den gesamten Immobilienkauf hinfällig macht.
Die Reste der Silvesternacht glühen noch unter dem Carport, kurz darauf brennt das Wohnhaus lichterloh und verursacht einen sechsstelligen Schaden. Ein Nachbar soll dafür haften, doch wer beweist, dass wirklich seine Abfälle das Inferno auslösten und nicht fremde Raketen? Das Oberlandesgericht Stuttgart sucht die Grenze zwischen Fahrlässigkeit und purem Pech.
Aufgerissener Asphalt vor der Haustür, doch kein Leck gefunden. Jetzt fordert der Wasserversorger tausende Euro für die aufwendige Suche von der Eigentümergemeinschaft zurück. Es bleibt rechtlich umstritten, ob Anwohner für teure Diagnosearbeiten an einer am Ende völlig intakten Leitung tatsächlich zur Kasse gebeten werden dürfen.
Eine Hauseigentümerin benötigt Prozesskostenhilfe für das selbständige Beweisverfahren, um die massiven Brandschäden an ihrem Gebäude durch einen Gutachter dokumentieren zu lassen. Obwohl die Versicherung ihr arglistige Täuschung vorwirft, droht ein Beweismittelverlust durch den fortschreitenden Verfall der Ruine. Unklar bleibt, ob diese teure Schadenskalkulation zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt wirtschaftlich vernünftig ist.
Wasserschaden im Eigenheim – und die Versicherung stellt sich quer. Ein Hauseigentümer braucht dringend gerichtsfeste Beweise, um seine Ansprüche zu sichern, bevor die notwendigen Reparaturen alle Spuren beseitigen. Doch mitten in der Beweisaufnahme erklärt das Gericht plötzlich das Verfahren für beendet, während die entscheidenden Fragen noch unbeantwortet im Raum stehen.
Was, wenn auf der Baustelle nebenan flüssiger Beton vom Himmel fällt? Genau das erlebte eine Berliner Anwohnerin, deren Solardach durch herabstürzende Baustoffe schwer beschädigt wurde. Die Bauherren-Versicherung kam für den Schaden auf, forderte das Geld aber vom verantwortlichen Bauunternehmen zurück. Nun musste ein Gericht klären, wer am Ende die Zeche zahlt.
Der Traum vom Eigenheim verwandelte sich für eine Familie in einen gefährlichen Albtraum, als sie gravierende Statikprobleme entdeckte. Unter raffinierten Verkleidungen verbargen sich unsachgemäß ersetzte tragende Wände, ein Mangel, der den Käufern verschwiegen wurde. Nach Jahren des Rechtsstreits hat ein Gericht nun klar entschieden: Dieses arglistige Verstecken eines Baumangels macht den Hauskauf rückgängig.
Eine Nutzungsentschädigung für die ehemals gemeinsame Ehewohnung steht im Zentrum eines aktuellen Urteils. Darf eine geschiedene Frau, die allein im Haus wohnt, die vollen Kreditraten abziehen, wenn sie eine günstigere Umschuldung ablehnte? Das OLG Frankfurt urteilte nun, dass solch eine Weigerung teure Konsequenzen haben kann.
Der Fall vor Gericht
Sonnenkollektoren auf Balkon: Landgericht Berlin stärkt Rechte von Wohnungseigentümern
Das Landgericht Berlin hat in einem wegweisenden Urteil vom 16. Januar 2024 die Installation von Sonnenkollektoren auf einem Balkon einer Wohnungseigentumsanlage geschützt. Das Gericht gab der Berufung des beklagten Wohnungseigentümers statt und wies die Klage der Wohnungseigentümergemeinschaft [...]
Wegen schlampiger Tankreinigung muss ein Frachtführer für 30.000 Euro Schaden an einer Ammoniumsulfatlösung aufkommen. Das Landgericht Würzburg gab der Klage eines Handelsunternehmens statt, nachdem 500 Tonnen der Lösung durch Mineralölrückstände im Tankschiff verunreinigt worden waren. Der Frachtführer konnte sich nicht auf unvermeidbare Umstände berufen, da eine ordentliche Reinigung der Tanks die Kontamination verhindert hätte.
Ein Mann scheitert vor Gericht mit seiner Klage gegen seine Versicherung, weil er seinen Schadenersatzanspruch im Mahnbescheid nur vage beschrieb. Das Landgericht Wiesbaden wies seine Berufung ab und erklärte die Ansprüche für verjährt, da die unzureichende Beschreibung im Mahnverfahren die Verjährung nicht gehemmt hatte. Zudem zweifelte das Gericht die Rechtmäßigkeit der geltend gemachten Kosten an, […]
Ein LKW beschädigte eine frisch gepflasterte Hofeinfahrt – doch die Eigentümer bekommen nicht den vollen Schadenersatz für die Reparatur. Das Landgericht Stade wies die Klage auf weitere Zahlungen ab, da der genaue Umfang der durch den LKW verursachten Schäden nicht mehr nachweisbar war. Obwohl die Versicherung bereits für eine Teilreparatur aufkam, bleibt der Streit um […]
Feuchtigkeit im Keller, veraltete Elektrik und Asbest an der Fassade – mit diesen Mängeln konfrontierten Käufer ein Verkäufer-Ehepaar nach dem Erwerb eines Einfamilienhauses. Doch das Landgericht Memmingen wies die Klage auf Rückabwicklung des Kaufvertrags ab, da den Verkäufern keine arglistige Täuschung nachgewiesen werden konnte. Obwohl ein Sachverständiger die Mängel bestätigte, lagen die Käufer mit dem […]
Eine Frau verklagte die Versicherung des Unfallgegners nach einem schweren Verkehrsunfall – doch die Richter wiesen die Klage ab. Der Versicherung stehe eine angemessene Frist zur Prüfung des Falls zu, insbesondere bei komplexen Unfallschäden, so das Landgericht Marburg. Die Versicherung hatte bereits Schmerzensgeld gezahlt und ihre Regulierungsbereitschaft signalisiert, wollte aber erst die Ermittlungsakte einsehen, bevor […]
Ein E-Bike-Händler aus Geesthacht muss nach einem verheerenden Brand in seiner angemieteten Halle tief in die Tasche greifen. Durch das unbeaufsichtigte Laden eines gebrauchten E-Bikes verursachte er einen Schaden von über 200.000 Euro und wurde nun vom Landgericht Lübeck zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Gefahren beim Umgang mit […]
Ein mit Matsch verschmutzter Weg, ein rutschendes Müllfahrzeug und ein Schaden von über 26.000 Euro – das Landgericht Flensburg musste sich mit den Folgen eines Unfalls auseinandersetzen, der durch die Erntearbeiten eines Maishäckslers verursacht wurde. Der Landwirt hatte den Weg nach der Maisernte nicht gereinigt und so eine gefährliche Rutschbahn für den nachfolgenden Verkehr geschaffen. […]
Nachbarrecht und Sturmschäden: Wer haftet bei herabfallenden Ästen?
Das Nachbarrecht spielt eine entscheidende Rolle im täglichen Zusammenleben von Eigentümern und sorgt für einen harmonischen Umgang in der Nachbarschaft. Eine wichtige Facette dieses Rechtsbereichs ist der Ausgleichsanspruch, insbesondere wenn es um Schadensereignisse wie Sturmschäden geht. Wenn Sturmböen über Gärten fegen und Äste [...]
Tragischer Teichunfall: Eltern haften bei Aufsichtsversäumnissen für Kinder
Ein Teichunfall mit einem Kleinkind ist eine tragische und häufig vermeidbare Situation, die viele Eltern in Alarmbereitschaft versetzt. Wasserunfälle stellen eine ernsthafte Gefahr für Kinder dar, insbesondere in privaten Gärten, in denen oft nicht ausreichend auf die Sicherheit geachtet wird. Eine effektive Gefahrenquellensicherung [...]
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