Abfärbtheorie

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BFH

Az.: XI R 12/98


Bei einer geringfügigen gewerblichen Tätigkeit (im Fall: 1,25 Prozent der gesamten Einnahmen) einer freiberuflich tätigen Personengesellschaft sei es nicht mit dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit vereinbar, alle Einkünfte in gewerbliche umzuqualifizieren (Abfärbtheorie; § 15 Abs.3 Nr. 1 EStG; § 2 Abs.2 GewStG). Selbst die geringfügigen Einnahmen aus originär gewerblicher Tätigkeit sind gewerbesteuerfrei, wenn die Freibetragsgrenze des § 11 Abs.1 S.3 Nr.1 GewStG unterschritten wird.