Bei begründetem Verdacht einer vorgetäuschten Krankheit keine Lohnfortzahlung!

Bei begründetem Verdacht einer vorgetäuschten Krankheit keine Lohnfortzahlung!

Arbeitsgericht Frankfurt am Main

Az: 5 Ca 4761/02


Leitsatz (vom Verfasser – nicht amtlich):

Der begründete Verdacht, dass ein Arbeitnehmer eine Krankheit vortäuscht, befreit den Arbeitgeber von der Lohnfortzahlung.


Sachverhalt:

Es hatte zwischen dem Arbeitnehmer und seinem Vorgesetzten schon länger „Spannungen“ gegeben. Der Arbeitnehmer äußerte sich dann, dass er sich „unter diesen Bedingungen lieber krankschreiben lässt“. Als er dann ein ärztliches Attest einreichte, verweigerte der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung. Nach der Auffassung des Arbeitgebers bestand wegen der Äußerung der begründete Verdacht, dass die Krankheit nur vorgetäuscht sei.

Entscheidungsgründe:

Das Arbeitsgericht wies die Klage des Arbeitnehmers ab, da wegen der getätigten Äußerung der Beweiswert des Attests „erschüttert“ sei.