Weihnachtsgeschenk?! ~ E-Mail und/oder Fax aus Afrika!

Weihnachtsgeschenk?! ~ E-Mail und/oder Fax aus Afrika!

Entweder schreibt Ihnen ein Bankdirektor aus Südafrika oder Sie bekommen Post von einem Herrn namens Simba Makoni (ehemaliger Finanzminister von Zimbabwe, der Ende August von Präsident Robert Mugabe entlassen wurde). Beide Herren haben ein angebliches Problem, Sie haben Gelder zwischen 15 – 28 Mio. US-Dollar, die Sie auf ein Konto außerhalb des Landes kurzfristig transferieren möchten. Alles natürlich auch noch illegal! Hierfür benötigen diese Herren, gerade Ihr Konto bzw. ein Konto welches Sie einrichten sollen! Die Herren möchten das Geld kurzfristig auf Ihrem Konto parken und dann anderweitig transferieren. Für diese „Gefälligkeit“ bekommen Sie zwischen 2 – 8 Mio. US-Dollar versprochen. Ein gutes Geschäft, so kurz vor Weihnachten……………………………..

Doch Vorsicht! Hinter diesen Faxen und E-Mails steckt die sog. „Nigeria-Connection“. Die Faxe und E-Mails kommen auch aus der Bundesrepublik (z.B. aus Düsseldorf) und nicht aus dem fernen Afrika! Diese Herren möchten im Ergebnis nur Ihr hart erarbeitetes Geld!

Haben Sie einmal auf ein solches Fax bzw. auf eine E-Mail geantwortet, nimmt die Geschichte Ihren weiteren Verlauf. Kurz vor der angeblichen Überweisung gibt es Probleme in Zimbabwe oder in Südafrika. Dort werden auf einmal Provisionen, Verwaltungs- oder Anwaltsgebühren fällig. Die netten Herren aus Afrika bitten Sie dann, kurzfristig eine „kleine“ Zwischenfinanzierung vorzunehmen, Beträge um die 5.000 bis zu 100.000 US-Dollar (in Einzelfällen sogar noch mehr!) werden benötigt.

Viele unbedarfte Mitbürger überweisen dann tatsächlich solche Summen auf ein Ihnen unbekanntes Konto in Nigeria oder in Südafrika. Leider hören Sie dann nie wieder von den „netten“ Herren. Denn diese haben bekommen was sie wollten, nämlich Ihr Geld! Auch eine Strafanzeige ist in diesen Fällen nicht ratsam, da Sie selbst an einem illegalen Geschäft beteiligt waren.


Und die Moral von dieser Geschichte: Werfen Sie die Faxe besser in den Mülleimer und/oder löschen Sie die E-Mails sofort.


Anmerkung: Ferner sollten Sie sich auch einmal überlegen, was passieren würde, falls tatsächlich von heute auf morgen solche Summen auf Ihr Konto überwiesen würden. Seit dem 11.09.2001 sind die Banken verpflichtet, solche Transaktionen den „Behörden“ zu melden. Wer hat schon gerne Besuch vom Bundeskriminalamt oder aus Pullach (Bundesnachrichtendienst) etc.?!