Konzerttickets online bestellt, am Eingang bleibt der Scanner rot – die Vermittlungsplattform bucht die volle Gebühr einfach weiter ab, ohne jede Chance auf Widerruf. Das Kammergericht Berlin musste jetzt entscheiden, ob das zulässig ist – und wann Käufer vom Vertrag loskommen.
Laub vom Nachbarbaum verstopft jedes Jahr die Dachrinne – der genervte Eigentümer sammelt Belege und fordert nach drei Jahren 800 Euro. Der Nachbar wiederum kappt die Baumwurzeln und schickt eine Drohne über den Zaun, alles im Namen der Selbsthilfe – vor Gericht entbrennt ein Streit über Laub, Wurzeln und Luftraum.
Babygeschrei hinter der Schaufensterscheibe eines Ladens – die Teilungserklärung erlaubt nur Lager. Im Gewerberaum unter der Wohnung spielen und schreien Kinder, die rechtlich privilegiert sind. Münchner Nachbarn klagen, der Streit geht bis zum Bundesgerichtshof.
Morgens um 7:45 Uhr der erste Aufprall auf dem Basketballfeld, bis 22 Uhr hallen Rufe vom Bolzplatz herüber. Kinderlärm steht unter besonderem gesetzlichen Schutz – selbst dann, wenn eine ganze Grundschule samt Hort und Sportanlagen direkt an das Schlafzimmerfenster grenzt.
Ein Flug nach Mallorca, exakt 890 Euro, abgebucht via SMS-TAN auf der Buchungsseite – dann verdoppeln sich die Abbuchungen, das Konto ist fast leer. Die Bank will nicht erstatten: Die Kundin hätte die TAN nie auf einer fremden Seite eingeben dürfen. Doch muss die Bank nicht vor Betrug schützen?
Der geliehene Sportwagen kam zerkratzt aus der Beziehung zurück, und nun verlangt die GmbH 17.000 Euro Schadensersatz. Die überraschende Hürde, wie das Brandenburgische OLG nun klarstellte: Für Leihverträge gilt eine Verjährungsfrist von nur sechs Monaten – und wer sie verpasst, könnte leer ausgehen.
4.500 Euro für eine Luxusuhr bezahlt, den Kauf widerrufen – doch das Geld bleibt gesperrt. Der Händler verlangt einen Abholtermin und zahlt erst nach Prüfung der Ware. Ein Urteil klärt jetzt, ob das zulässig ist.
Schreiende Kinder oder trampelnde Füße fordern die Geduld von Nachbarn oft bis zum Äußersten heraus. Während das Gesetz Kinderlärm privilegiert, gibt es klare juristische Grenzen bei vermeidbarer Ruhestörung. Wir zeigen Ihnen, ab wann Sie sich wehren können und wie Sie Ihre Rechte rechtssicher dokumentieren.
Die Miete an die Verwandten ist überfällig, das Jobcenter lässt auf sich warten. In ihrer Not greift die Empfängerin zum Online-Fax, um per Eilantrag ans Sozialgericht Landshut Geld zu erzwingen. Doch das Gericht fordert eine Absender-Faxnummer – und ohne die droht der Antrag schon an der Form zu scheitern.
Der Gartenschlauch platzt ab, Wasser flutet stundenlang den Keller. Der Nachbar, der im Urlaub die Blumen gießt, bemerkt nichts. Die Versicherung zahlt den Schaden – und fordert Regress vom Helfer. Muss er das?
Schutzfolie entfernt, Matratze probegelegen – zu hart. Innerhalb von 14 Tagen Widerruf per E-Mail, aber der Online-Händler lehnt ab: Ohne Schutzfolie gelte die Ware als Hygieneartikel. Ob diese strenge Auslegung zulässig ist und eine einfache E-Mail für den Widerruf genügt, das musste der Bundesgerichtshof entscheiden.
Goldbarren gekauft, die Rechnung per E-Mail bezahlt – weil Kriminelle die Bankverbindung unbemerkt manipulierten, wartet der Edelmetallhändler nun vergeblich auf das Geld des Kunden. Muss der Käufer den vereinbarten Kaufpreis nun ein zweites Mal überweisen, um seine Edelmetalle zu erhalten?
Kontopfändung wegen Rundfunkbeiträgen, doch im eigenen Briefkasten liegt nichts: Wer monatelang in Kolumbien lebt, will von den Mahnschreiben der Gebührenstelle schlicht nichts gewusst haben. Reicht das bloße Leugnen des Posterhalts aus, um die Zwangsvollstreckung zu stoppen, wenn andere Briefe an dieselbe Adresse ankamen?
Das Telefon klingelt, ein fremder Stromanbieter behauptet, er kooperiere mit Ihrem Versorger. Wer bei einem Online-Gewinnspiel zwischen hunderten Sponsoren sein Häkchen setzte, findet sich plötzlich in einer Flut aus Verkaufsgesprächen wieder. Erstmals stellt sich die brisante Frage, ob Unternehmen für die Täuschungen externer Callcenter geradestehen müssen, wenn der Kunde nie eine echte Einwilligung gab.
Haben Sie am Telefon vorschnell 'Ja' gesagt und nun eine ungewollte Vertragsbestätigung erhalten? Viele Verbraucher fühlen sich überrumpelt, doch nicht jeder telefonische Abschluss ist rechtlich bindend. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Formfehler erkennen und untergeschobene Verträge innerhalb der Frist sicher widerrufen.
Ein Zaun, der plötzlich auf dem eigenen Grundstück steht, sorgt oft für massiven Ärger mit dem Nachbarn. Da Zäune rechtlich nicht als Gebäude gelten, müssen Sie selbst minimale Überbauungen nicht dulden – wir zeigen Ihnen den Weg zum rechtssicheren Rückbau.
Warten Sie vergeblich auf den Handwerker, während die Baustelle ruht und das Telefon stumm bleibt? Ein voreiliger Rauswurf kann zur teuren Kostenfalle werden. Erfahren Sie hier, wie Sie mit der richtigen Fristsetzung Ihre Ansprüche auf Schadensersatz sichern und rechtssicher eine Ersatzfirma beauftragen.
Das Fachmarktzentrum ist halbfertig, die Zeitpläne längst Makulatur. Um Notar- und Maklerkosten zu retten, setzen die Käufer bereits vor dem vereinbarten Stichtag eine letzte Frist zur Fertigstellung. Doch diese vermeintliche Absicherung könnte den Weg aus dem Vertrag verbauen, sobald die juristische Uhr für den Rücktritt zu früh zu laufen beginnt.
Die Reparatur ist fertig, doch die Rechnung liegt plötzlich weit über dem Kostenvoranschlag? Das ist kein Grund zur Panik, denn Handwerker dürfen die Preise nicht willkürlich erhöhen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Forderung prüfen und unberechtigte Mehrkosten erfolgreich abwehren.
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